Freitag, 18. Juli 2014

Cider Poems - Part two

“It's time to walk to the cider mill
Through air like apple wine,
And watch the moon rise over the hill,
stinging and hard and fine.
It's time to cover your seed pods deep
And let them wait and be warm.
It's time to sleep the heavy sleep
That does not wake for the storm.
Winter walks from the green, streaked West
With a bag of Northern Spies,
The skins are red as a robin’s breast,
The honey chill as the skies.”

Stephen Vincent Benét, John Brown’s Body

Freitag, 4. Juli 2014

Rezept: Himbeer-Schaum mit Portwein

Passend zur Himbeerzeit ein original englischer Nachtisch - ausnahmsweise ohne Cider.

Zutaten (4-6 Portionen):
  • 3 Eigelb
  • 150g Zucker
  • 250g Himbeeren (frisch oder tiefgefroren)
  • Saft einer ½ Zitrone
  • 6 Blatt Gelatine
  • 50ml Portwein
  • 200g Sahne
  • 1 EL gehackte Pistazien
Zubereitung:
Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Zucker in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad sehr schaumig aufschlagen.
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Variante mit frischen Himbeeren:


Die Himbeeren verlesen, kurz abbrausen und abtropfen lassen. Einige Himbeeren für die Dekoration zur Seite legen. Restliche Himbeeren mit dem Zitronensaft pürieren und anschießend durch ein Sieb streichen. Die Kerne machen die feine Creme ansonsten "körnig".

Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 5min. einweichen. Das Himbeermark in einen Topf geben, erhitzen und die tropfnasse Gelatine im heißen Himbeermark auflösen. Vom Herd nehmen, den Portwein unterrühren und etwas abkühlen lassen.

Variante mit gefrorenen Himbeeren:

Einige schöne Himbeeren für die Dekoration beiseitelegen. Die restlichen Himbeeren mit dem Saft einer halben Zitrone in einen Topf geben, langsam erwärmen und zu Muß kochen. Das Himbeermark durch ein Sieb streichen und so weiterverarbeiten wie bei der Variante mit den frischen Himbeeren angegeben.

Die Himbeer-Portwein-Mischung unter die Eiercreme rühren. Die Sahne steif schlagen und währenddessen den Himbeerschaum kalt stellen. Die Sahne unter die Creme ziehen. Den Himbeerschaum im Kühlschrank, am besten über Nacht, fest werden lassen.

Creme mit gehackten Pistazien bestreuen und mit Himbeeren verzieren.

Freitag, 6. Juni 2014

Cider Poems - Part one

Zeit wird's für eine neue Blog-Reihe: Nachdem wir letztes Jahr unsere Cider-and-more-AllStars präsentiert haben, wollen wir heuer der literarischen Ader frönen - natürlich rund um den Cider. Einläuten wollen wir die lockere Reihe mit einigen kurzen Bemerkungen eines großen amerikanischen Staatsmannes und Freidenkers, der bekennender Cider-Liebhaber war: Benjamin Franklin.

“Never praise your cyder, horse, or bedfellow.”

“Give me yesterday’s bread, this day’s flesh, and last year’s cyder.”


“He that drinks his cyder alone, let him catch his horse alone.”

     Benjamin Franklin, Poor Richard's Almanack


Und Franklin stand nicht allein da mit seiner guten Meinung über Cider: auch John Adams, zweiter Präsident der USA, teilte sie:

“In conformity to the fashion, I drank this morning and yesterday morning about a gill of cider; it seems to do me good.”


Freitag, 25. April 2014

Tequila Cider - aber ohne Tequila

Habe neulich mal wieder rumgestöbert, was es Neues gibt in Sachen Cider, schließlich verlangt der "Markt" ständig nach neuem. Wobei es unverfroren wäre, in Deutschland bereits von einem Cidermarkt sprechen zu wollen, zumindest nicht in dem Sinne, wie das raffgierige Großkonzerne definieren würden, um bei potentiellem Vorhandensein besagten Marktes diesen mit ihren fadenscheinigen Produkten zu überschwemmen ... aber ich schweife ab.

Wie gesagt, beim durchstöbern diverser "Cider-Märkte" stieß ich auf den "Perro Loco Tequila Flavoured Cider" - das klang schon mal recht spannend, wobei das Wort "Flavoured" in der ersten Euphorie, die Entdeckern zu eigen ist, irgendwie untergegangen sein muss. Der geneigte Leser ahnt es schon: In der Brühe ist alles mögliche drin, nur kein Tequila (und was den Cider betrifft, bin ich mir auch nicht sicher, ob der das Gelbe vom Apfel ist).

Dabei klingt das ganze wirklich spanisch-authentisch: "Perro Loco" - wobei, wenn uns unser Sprachcomputer nicht täuscht, "Perro" unter anderem "gemein", "Hund", "Jude" oder "Maure" heißen kann - und "loco" soviel wie "wahnsinnig" oder "verrückt". "Mad Dog" also, wenn man das ganze möglichst vorteilhaft übersetzen will - in der Tat ein genialer Name für einen Tequila-Cider ohne Tequila.

Was aber ist drin in diesem Cider? Laut Hersteller ist es "lemon and tequila flavour" - wer es nicht wissen sollte: Flavour heißt übersetzt Aromastoff - und ein Schuss Katussyrup (agave nectar). Hergestellt wird das ganze von Brothers in UK, die von jeher für ihre Birnenfruchtcider berühmt-berüchtigt sind (Wieviel Frucht bei Brothers tatsächlich enthalten ist, wissen wir übrigens auch nicht).

Da stellt sich dem Dorfmichel aus dem Schwabenländle die Frage: Warum ist im Tequila-Cider kein Tequila drin? Ein kleiner Schuss echten Agaven-Schnapses pro halbem Liter Cider, das wird doch nicht die Welt kosten? Man kann nur Vermutungen anstellen - die wahrscheinlichste dürfte sein, dass in UK Getränke, die Spirituosen enthalten, heftiger besteuert werden als leichte Alkoholika - ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht.

Was ich aber weiß: Tequila-Cider ohne eine Spur von Tequila, das ist einfach nur Blödsinn (keine Ahnung, wie es sich beim Tequila-Bier verhält). Aber wie Eingangs erwähnt, der Markt schreit ja angeblich immer wieder nach neuem, und Tequila war irgendwie schon immer hip (warum eigentlich?).

So schaut er aus, der Tequila-Cider ohne Tequila.
Und was meint Consumer Marketing Manager Cheryl Sheppard von Brothers zum Produkt? Ich zitiere: “More lager drinkers are switching to cider, and with the rising popularity of brands such as Desperados, it’s time for cider to deliver something even more refreshing to the category.” Erreicht werden soll außerdem primär der Markt der 18-34jährigen Trinker - wen wundert's. Irgendwie hat man jedoch auch den Eindruck, dass den Jungs von Brothers der "Tequila Flavoured Cider" selbst ein bisschen peinlich ist, denn die Flasche selbst gibt erst einmal keinen vordergründigen Hinweis, dass Brothers dahinter steckt.

Kurzum: Da will also jemand auf der Desperados-Welle mitschwimmen, Kohle machen und auf Teufel komm raus Marktanteile abgreifen, so schaut's doch aus. Das das ganze mit authentischem Cider rein gar nichts mehr zu tun hat, ist scheinbar zweitrangig. Und darum kommt dieses Produkt auch nicht ins Sortiment von Cider and more, schließlich bieten wir auch keine skandinavischen Alkopops auf Cider-Basis an, schon aus Prinzip nicht. Wer wirklich den Alkohol-Kick sucht, dem schlage ich vor: ein Schuss Calvados oder Apple Brandy auf ein Glas wirklich guten Cider kippen, z. B. Gwynt y Ddraig Gold Medal - und genießen - Cheers!

Samstag, 19. April 2014

Orchard Cider: Schweinisches mit Tradition

Nicht nur unseren Stammkunden ist es mittlerweile aufgefallen: Bei Cider and more gibt es jetzt auch Schweinekram, und zwar von der besonders wohlschmeckenden Art: Zwei neue Cider-Sorten sind im Sortiment zu finden. Der Hazy Hog Cider der Hogs Back Brewery sowie ein besonderer Leckerbissen: Der Orchard Pig Reveller Cider.

Hazy Hog & Orchard Pig Cider


Bei beiden Sorten steht die Sau wortwörtlich im Vordergrund. Was aber haben Säue mit Cider zu tun? Keine Sorge - was die Herstellung betrifft, erstmal gar nichts. Traditionelle englische Orchards (Stamm-Obstgärten) wurden früher jedoch oft als Schweineweide genutzt - wobei sich die Viecher gerne auch mal das faulige, angegärte Fallobst schmecken ließen. So manche Geschichte ist vor Ort im Umlauf, die von Säuen berichtet, die nach dem Verzehr des Fallobstes angeblich durch die Gegend torkelten. Abgesehen von diesen fast schon menschlichen Anekdoten konnte man die Schweine praktischerweise mit dem "Pulp" füttern, also mit den Resten der Apfelpressung.

Wir von Cider and more sind nicht nur wegen dieser tierischen Vorgeschichte stolz darauf, diese beiden neuen Cider im Sortiment anbieten zu können: Beide Cider stammen von relativ kleinen Herstellern aus Somerset, insbesondere Orchard Pig hat sich in Fachkreisen inzwischen einen Ruf als hervorragender Cider-Hersteller erworben, der dem " Honest-to-the-core Cider" verpflichtet ist, sprich: Grundsolider Farmhouse-Cider ohne künstlichen Schnick-Schnack. Am besten einfach mal beide Sorten probieren - und sich dabei sauwohl fühlen ...

Freitag, 14. März 2014

Eis-Cider aus Quebec: exklusiv und teuer

Eis-Cider ist im kanadischen Quebec eine Spezialität, von der jährlich nur wenige tausend Liter hergestellt werden. Einen aktuellen, empfehlenswerten Bericht dazu gibt es bei Spiegel-Online, den wir an dieser Stelle weiterempfehlen möchten:

Eis-Cidre aus Kanada: Ist der süß
(spiegel.de)

Wer selber einmal Eis-Cider unkonventionell und auf die schnelle probieren möchte: Den Cider (am besten stillen Cider nehmen) in einer Schüssel komplett im Tiefkühlschrank gefrieren lassen. Dann auftauen lassen. Zuerst taut der Saft und der Alkohol wieder auf. Ist der Cider halb aufgetaut, das restliche Eis entfernen, da es hauptsächlich Wasser enthält - übrig bleibt das "Cider-Konzentrat". Prost!


Mittwoch, 5. März 2014

Fish-Cakes: Frikadellen der Extraklasse

Pünktlich zur Fastenzeit unser englisches Fischrezept: Fishcakes von den Kanalinseln. Die Kanalinseln sind bekannt für Ihre Fish-Cakes. Keine Sorge, die Cakes sind nicht süß - vielmehr handelt es sich dabei um Fischfrikadellen der Extraklasse.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g Fischfilet (gehäutet), z.B. Kabeljau oder Rotbarsch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 350 ml Weißwein (natürlich nehmen wir bei Cider & more Cider)
  • 500 g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • je nach Vorliebe 15 g Petersilie, Estragon oder Dill
  • 1 Ei
  • 50 g Mehl
  • 50 g Semmelbrösel
  • 20 g Butter
  • 50 ml Milch
  • 1 Messerspitze Muskat
  • je 1 Prise Peffer und Salz

Zubereitung:


Kartoffeln kochen. Währenddessen den Fisch im Cider dünsten sowie die kleingehackte Zwiebel in etwas Butter glasig anbraten.

Wenn die Kartoffeln gar sind mit Milch und Butter vermengen und zu einem Brei stampfen, dann den Fisch und die Petersilie zugeben und weiterstampfen.

Daraus Frikadellen formen und mit Mehl, Semmelbrösel und dem geschlagenen Ei panieren. Die Cakes 30 Minuten abkühlen lassen, anschließend bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten.

 

 

Dip: 

Dazu einen Joghurt-Dip reichen (aus Joghurt, Senf, Mayonaise, Dill, Salz und Pfeffer). Original Brown Sauce passt aber auch gut (wenn man auf Brown Sauce steht) .Die klassische Variante wird gerne auch mit Kräutermayonaise serviert.

 

Beilagen:

Oft wird grüner Spargel empfohlen, wir haben uns für die bodenständigere - und englischere - Variante mit Erbsen und Bratkartoffeln entschieden.